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Sprachen


Durch die Kolonisierung haben die Sprachen der europäischen Besatzer die der indigenen Völker in Nordamerika verdrängt. So kommt es, dass in den meisten Gebieten des Kontinents die Sprachen der Ureinwohner vollständig ausgestorben sind.

Während in der präkolumbischen Epoche jedes indigene Volk in ihrer individuellen Sprache ihre eigenen Gepflogenheiten zu Ausdruck brachten, haben sich diese durch die starke Dezimierung oftmals in den neuen indigenen Gruppierungen vermengt. Dies ist besonders aus wissenschaftlicher Sicht bedauernswert, da die vielen verlorenen Sprachen, von denen in den seltensten Fällen noch schriftliche Aufzeichnungen existieren, Aufschluss über die Besiedlung Nordamerikas durch die indigenen Völker geben könnte. Jedoch werden von den verbleibenden Sprachen der Indianer viele auf asiatische Wurzeln zurückgeführt.


Einige Sprachen des nordamerikanischen Kontinents entstanden aus dem Kontakt der indigenen und europäischen Verständigung. Dazu gehören vor allem die in der Karibik gesprochenen Kreolsprachen und des Sprachstammes Pidgin. Aus der Sprache der Plantagenbesitzer, die ihren Sklaven aufgezwungen wurde, hat sich mancherorts in der Karibik, speziell auf Jamaika, Haiti und Dominica, der Dialekt des Patois entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus der Sprache der Kolonialherren, der Muttersprache der aus Afrika verschleppten Sklaven und mancherorts der Sprache der indigenen Ureinwohner.


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